Zum Inhalt springen

b*nature · Vorfahrt für den Igel

Igelgarten

Sichere Wege, natürliche Nahrung und ungestörte Rückzugsorte: So wird dein Garten igelfreundlicher.

Garten-Check: zwölf Schritte für Igel

Viele Maßnahmen kosten wenig und brauchen vor allem etwas Gelassenheit beim Aufräumen. Schon einzelne Punkte machen einen Garten sicherer und attraktiver für den Igel.

Zum Erkunden seitlich wischen
  1. Durchgang öffnen

    Eine bodennahe Öffnung von etwa 10 × 10 cm mit glatten Kanten verbindet deinen Garten mit dem Nachbargarten. Igel legen nachts oft weite Strecken zurück. Liegt hinter dem Zaun eine Straße, bitte keinen Durchgang öffnen.

  2. Mähroboter nur tagsüber

    Mähroboter nie in der Dämmerung oder nachts laufen lassen. Vor dem Mähen Hecken- und Wegränder auf Igelvorkommen kontrollieren.

  3. Wilde Ecke zulassen

    Eine ungemähte Ecke mit hohem Gras und Wildkräutern bietet Insekten Lebensraum und dem Igel Nahrung und Deckung.

  4. Heimische Hecken

    Dichte Hecken aus heimischen Sträuchern sind Versteck, Wanderweg und Nahrungsquelle zugleich.

  5. Wasserstelle anbieten

    Frisches Wasser in einer flachen, sauberen Schale hilft besonders in trockenen Sommern. Das Wasser regelmäßig wechseln.

  6. Ausstiegshilfen schaffen

    Igel können schwimmen, kommen aber an steilen Rändern nicht heraus. Teiche und Pools brauchen eine flache Uferzone oder eine Rampe, Schächte eine Abdeckung.

  7. Winterquartier lassen

    Laub- und Reisighaufen in einer ruhigen Ecke über den Winter ungestört liegen lassen. Darin kann ein Igel überwintern.

  8. Totholz liegen lassen

    Ast- und Totholzhaufen sind Unterschlupf und Lebensraum für viele Beutetiere. Beim Abbauen vorsichtig auf Igelvorkommen prüfen.

  9. Kompost vorsichtig umsetzen

    Im warmen Kompost schlafen manchmal Igel. Mit der Grabgabel behutsam arbeiten und Spaten oder Häcksler vermeiden.

  10. Rechen statt Laubbläser

    Laubbläser und -sauger erfassen Insekten und stören Tiere im Laub. Ein Rechen ist schonender; Laub darf unter Hecken liegen bleiben.

  11. Auf Gift verzichten

    Schneckenkorn und Insektizide vernichten die Nahrung des Igels und können ihn gefährden. Ein vielfältiger Garten reguliert sich besser selbst.

  12. Fallen entschärfen

    Ein Brett oder ein Ziegel macht Stufen für Igel überwindbar. Hunde nachts nicht unbeaufsichtigt im Garten umherstreifen lassen.

Tipp 1 von 12

Gift im Garten: was Igeln schadet

Gift trifft Igel oft auf Umwegen: über vergiftete Beutetiere oder weil ihnen die Nahrung fehlt. Am sichersten ist ein Garten ganz ohne Gift.

  • Schneckenkorn

    Mittel mit Metaldehyd sind für Igel besonders gefährlich: Sie fressen vergiftete Schnecken oder die Körner selbst. Auch mildere Mittel nehmen ihnen Nahrung. Besser Schnecken absammeln und Beete mit Barrieren schützen.

  • Rattengift

    Köder werden auch von Schnecken und Käfern angefressen. Über diese Beutetiere kann das Gift in Igel gelangen. Köder nur in geschlossenen Köderboxen und möglichst durch Fachleute einsetzen.

  • Insektizide und Unkrautvernichter

    Sie vernichten Käfer, Raupen und andere Beutetiere und nehmen dem Igel so die Nahrung.

  • Chemikalien und Reste

    Farb- und Lackreste, Holzschutz- und Frostschutzmittel verschlossen und außer Reichweite aufbewahren.

Freie Wege für stachelige Nachbarn

Im Projekt „Vorfahrt für den Igel“ verbinden wir Gärten und Grünflächen zu Igelstraßen. Schulen, Gemeinden und Privatpersonen können gemeinsam sichere Igeldurchgänge mit Plaketten und passenden Tunneln entwickeln.

Igelstraßen-Projekt entdecken

Fachwissen zum Weiterlesen

Weiterführendes Fachwissen zu Lebensraum, Durchgängen und Warnzeichen. Die Quellen ersetzen keine Untersuchung des Tieres.